Apfelwein-Keltereien sorgen auch für Untersetzer ("Bierdeckel") auf denen man ihre Gläser plazieren kann. Auf der hier nicht gezeigten Rückseite eines 1956 datierten Deckels findet sich der Spruch: "Der Äppelwoi, der ist gesund, drum trinke ihn zu jeder Stund!" Die Vorderseite zeigt einen Stempel der Apfelwein-Kelterei: ADOLF WAGNER.
KAB - Kulturgeschichte um Apfelwein und Bier - Apfelwein oder auch Cidre - Ein zugegebenermassen gewöhnungsbedürftiges Getränk, welches sich durchaus einiger Beliebtheit erfreut, sei hier in Form von diversen Memorabilia präsentiert. Unsere Blogeinträge dokumentieren kulturgeschichtliche Marginalien rund um den Apfelwein.
10. Dezember 2010
8. Dezember 2010
Jugendstil-Erntehelferin
In der bekannten Münchener Zeitschrift "Jugend" druckte man im Jahr 1900 ein Titelblatt zum Thema Apfelernte. Ein Mädchen steht auf auf einer Leiter und pflückt reife Äpfel, ob für die Apfelweinherstellung sei einmal dahingestellt.
TITELSEITE der Nummer 38 - Blattgröße ca. 22,5 x 29,6 cm - Titelbild von Julius ???
Die Zeitschrift ist als digitaler Reprint zugänglich unter http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/kunst/digilit/artjournals/jugend.html
TITELSEITE der Nummer 38 - Blattgröße ca. 22,5 x 29,6 cm - Titelbild von Julius ???
Die Zeitschrift ist als digitaler Reprint zugänglich unter http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/kunst/digilit/artjournals/jugend.html
7. Dezember 2010
Lob des Cidre
Eine französische Ansichtskarte aus dem Jahr 1903 lobt den Cidre de Fouesnant und seine Wirkung auf die Konsumenten.
Gruss aus Sachsenhausen
Die "Aeppelwein-Metropole" Sachsenhausen wirbt auf dieser alten, im Jahr 1904 versandten Ansichtskarte mit einer in einen Apfel integrierten Stadtansicht und bietet zudem ergänzend einige Verse, in denen u.a. auch der Aeppelwein erwähnt wird:
Du Stadt der Flur'n un Felder,
Wie biste doch so scheen;
Wie herrlich sinn die Wälder,
Die mer bei dir kann seh'n!
Bei Blummekiel un Sparjel,
Bei Handkäs, Aeppelwein
Will ich, drum Sachsehause
In dir begrawe sein!
Eine weitere motivgleicher "Gruss aus Sachsenhausen" aus dem gleichen Verlag (Georg Imfamg, Sachsenhausen), hier mit einem kleinen humoristischen Gedicht:
"Bei uns in Sachsehause
Geht's gemütlich her.
Wo Aeppelbääm blüh'n drausse
Un Ann'res noch viel mehr
Der Berjer trinkt sein Schoppe
Aechte Appelwein
Die Wirthin thut er foppe
Un freut sich owedrein
Ihr Berjer trinkt nor Aeppelwein
Kaan Doktor wird dagegen sein
Trinkt en nur mit frohem Muthe
Denn der schmeckt der Gorjel gut!"
Geht's gemütlich her.
Wo Aeppelbääm blüh'n drausse
Un Ann'res noch viel mehr
Der Berjer trinkt sein Schoppe
Aechte Appelwein
Die Wirthin thut er foppe
Un freut sich owedrein
Ihr Berjer trinkt nor Aeppelwein
Kaan Doktor wird dagegen sein
Trinkt en nur mit frohem Muthe
Denn der schmeckt der Gorjel gut!"
Von der Streuobstwiese
Die Firma Georg Scherer & Co., G.M.B.H. aus Bingen a. Rh. bzw. Langen aus Frankfurt a.M. empfiehlt ihren "Export-Apfelwein" liegend aufzubewahren. Das Etikett zeigt eine Frau und einen Mann in Tracht auf einer Streuobstwiese.
Gruss vom Aepfelwein
Unter diesem Motto findet man auf der website ( http://www.frankfurt-sachsenhausen.de/cms/pages/wissenswertes/sachsenhausen-in-alten-ansichtskarten.php target="Newframe" ) etliche alte Postkarten, die sich dem "Stöffche" widmen. Der "Gruss vom Äpfelwein" macht Werbung für's Lokal "Zur Wanne" in der Dreikönigstrasse,
während der "Gruss aus Sachsenhausen" mit einigen gereimten Worten zu unterhalten weiss:
Eine weitere Karte zeigt den "Freiluftbereich" einer typischen Sachsenhäuser Äpfelweinschenke.
während der "Gruss aus Sachsenhausen" mit einigen gereimten Worten zu unterhalten weiss:
Aeppelwein - Morgens.
Aeppelwein - Mittags.
Aeppelwein - Abends
Und auch - bei Nacht.
Des is was einzig,
Des is was dauernd,
Den Menschen gesund hält
Und glücklich macht.
Eine weitere Karte zeigt den "Freiluftbereich" einer typischen Sachsenhäuser Äpfelweinschenke.
Anton RADL - Ländliche Aepfelweinschenke
Der österreichische Maler Anton RADL (1774-1852) verbrachte einen grossen Teil seines Lebens im Frankfurter Raum. So verwundert es kaum, dass er auch Motive und Themen aus diesem Gebiet als Sujets seiner Bilder wählte. Wann die belebte Szene einer "Ländlichen Aepfelweinschenke" entstand ,ist mir nicht genau bekannt - es dürfte allerdings wohl in den 1830er bzw. 1840er Jahren gewesen sein. Gezeigt wird eine durchaus biedermeierliche Idylle, mit aepfelweintrinkenden Personen in ländlicher Tracht, Hunden, spielenden Kindern etc., eingebettet in einen Hofraum, der durchaus zu einem typischen Bauernhaus der Region gehören könnte.
Die hier gezeigte Ansichtskarte ist beschriftet "Frankfurter Künstlerkarten - Anton Radl: Ländliche Aepfelweinschenke vor huntert Jahren". Veröffentlicht wurde sie vom: Frankfurter Kunstverein - Grossvertrieb: Hermann A. Peters, Bonn. Zudem findet sich der Hinweis: Graphische Kunstanstalten F. Bruckmann A.-G., München
Die hier gezeigte Ansichtskarte ist beschriftet "Frankfurter Künstlerkarten - Anton Radl: Ländliche Aepfelweinschenke vor huntert Jahren". Veröffentlicht wurde sie vom: Frankfurter Kunstverein - Grossvertrieb: Hermann A. Peters, Bonn. Zudem findet sich der Hinweis: Graphische Kunstanstalten F. Bruckmann A.-G., München
Eine erlesene Spezialität
Nicht nur in Hessen - dem deutschen Bundesland, welches man gemeinhin mit dem "Stöffche" verbindet - wird Apfelwein abgefüllt. Dies belegt z.B. die beiden modernen Etiketten der Hackethal & Sohn GbR Fruchtsaftkelterei aus Kuhschnappel. Es zeigt neben dem hessischen Bembel zwei Äpfel und bewirbt das Produkt als "Eine erlesene Spezialität aus knackigen Äpfeln"
Etikett - Barteldrees (Fruchtsaftkelterei)
Ein farbenfroh gestaltetes Etikett für den Apfelwein der Fruchsaftkelterei H. Barteldrees aus dem westfälischen Halle. Das Etikett zeigt einen Kellermeister (Mönch (?)) der im Jahr 1932 gegründeten Firma.
5. Dezember 2010
Als Adam in den Apfel biss ...
Ein kleines Gedichtchen zum Lob des Äpfelweins auf einer 1898 versandten Karte aus Frankfurt-Sachsenhausen:
Als Adam in den Apfel biss,
Musst fort er aus dem Paradies,
Jetzt bringt an Schoppe Appelwei
In's Paradies uns wieder nein.
Den gleichen Hintergrund haben die launigen Verse auf obiger Karte:
Weil Adam und Eva die Äppel assen
Mussten sie das Paradies verlassen:
Hie nu trinkt man Äppelwei mit Behage
Denn der kuriert ja jedem de Mage.
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Apfelweinschenken - Sachsenhausen
4. Dezember 2010
Apfelernte
Die Ansichtskarte zeigt Frauen und Kinder - romantisch verklärt - bei der Apfelernte. Die von Donaths Kelterei (Dresden-Lockwitzgrund) veröffentlichte Karte (s. die Schänke und die Betriebsgebäude im Hintergrund) ist 1931 gelaufen. Die Obstkelterei stellte zumindest in den Jahren nach dem Zweiten Weltkriegs neben Fruchtsäften auch Aepfelwein her, wie unten stehende Etiketten belegen.
Externer Link mit weiteren Informationen zu dem Betrieb
Apfelweinschenken - Neuenhain bei Bad Soden
Das Batzenhaus in Neuenhain bei Bad Soden auf einer 1901 gelaufenen schönen lithographierten Ansichtskarte, zudem findet sich eine Ortsansicht von oben - Die Aepfelweinschenke bot auch Aepfelwein-Versand aus der eigenen Kelterei an.
Eine weitere - 1925 gelaufene Karte (Verlag Ludwig Klement, Frankfurt a. M.) - zeigt die gleiche Apfelweinschenke in späteren Jahren.
Eine weitere - 1925 gelaufene Karte (Verlag Ludwig Klement, Frankfurt a. M.) - zeigt die gleiche Apfelweinschenke in späteren Jahren.
Beim Äppelwein in Sachsenhausen
Beim Äppelwein in Sachsenhausen, nach einer Zeichnung von Albert Scherer, Holzstich 17,5 x 23 cm.
Aus: Die Gartenlaube. Illustriertes Familienblatt. Jahrgang 1887. Ausgabe Nr. 45. Verlag von Ernst Keil´s Nachfolger, Leipzig. Druck von A. Wiede, Leipzig, 1887.
Der links des Mains gelegene Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen ist auch heute noch durch seine zahlreichen Apfelweinschenken bekannt.
Aus: Die Gartenlaube. Illustriertes Familienblatt. Jahrgang 1887. Ausgabe Nr. 45. Verlag von Ernst Keil´s Nachfolger, Leipzig. Druck von A. Wiede, Leipzig, 1887.
Der links des Mains gelegene Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen ist auch heute noch durch seine zahlreichen Apfelweinschenken bekannt.
1. Dezember 2010
Apfelweinschenken - Frankfurt a.M. Süd
Drei Innenansichten der Frankfurter Aepfelwein-Wirtschaft "Zum Fichtenkränzi"
[Verlag: Photo Beckmann, Alzey - gelaufen 1936]
[Verlag: Photo Beckmann, Alzey - gelaufen 1936]
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| [Rückseite der Ansichtskarte] |
28. November 2010
Apfelweinschenken - Weidlingbach
Der 1904 postalisch verschickte Ansichtskarten-"Gruss aus Weidlingbach" zeigt den 'Apfelwein Schank' von E. Fenz in zwei Ansichten.
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Plakat
Plakat der "Ersten Frankfurter Aepfelwein-Kelterei Gebrüder Freyeisen,
Frankfurt a. Main (Sachsenhausen). Anonymer Entwurf, Deutschland 1898. Druck Friedrich Schoembs, Offenbach am Main. Druckvermerk "Gesetzl. geschützt Nr. 165". Größe 73,2 x 35,9 cm.
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LIT - Gotta (1979)
Frank GOTTA
Aus einem goldenen Apfel
Der Apfelwein und was es driwwer zu saache gibt
Societäts-Verlag | Frankfurt 1979
24 cm - 130 S., mit zahlr. Abb.
ISBN: 3-7973-0346-7
2. Auflage 1987
|
Sachsenhäuser Aepfelwein
Ein 1912 versandter "Gruß vom Sachsenhäuser Aepfelwein" aus dem Verlag von Gg. Imfang, Frankfurt a.M.-Süd, Schulstr. zeigt einige rotbäckige Äpfel und weiss mit einem Mundartgedicht zu unterhalten:
"Kaa schöner Plätzi gibt es net
Alls dribb' in Sachsehause
Beim Aeppelwei, ich mach e Wett
Hörn uff der alle Flausse.
Drum trinkt ihr Berjer Aeppelwein
Und trinkt en mit Behage
Kaa'n Dokter werd dagege sein
Dann der kuriert de Mage."
Apfelweinschenken - Kleindöbschütz
Im Jahre 1960 gelaufene (vermutlich aber deutlich ältere) Ansichtspostkarte aus dem sächsischen Kleindöbschütz. Neben einer Ortsansicht mit schöner Steinbrücke ist auf einem kleineren Bild (unten) die 'Äpfelweinschänke Tronberg' zu sehen.
Heissluftballon - Pins
Die Frankfurter Kelterei Possmann zeigt uns hier zwei Pins aus dem Bereich ihrer Werbemittel. Ein Heissluftballon - seit einigen Jahren als Freizeit-Fortbewegungsmittel durchaus wieder populär - zeigt das Paradeprodukt des Hauses mit einem prächtigen Bembel, dem typischen Schankkrug für Äpfelwein. Teilweise haben heutige Heissluftballons nicht mehr die normalerweise übliche Ballonform. Hierfür kann ein weiterer Pin von Possmann als Beipiel dienen (s. unten) . Laut Internetangebot wurde dieser und 10 weitere Ballon-Pins in einer limitierten Auflage eigens für das am 7.8.2010 stattgefundene Feuerwehrfest in Grevenbrück (Sauerland) produziert.
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Apfelwein-Untersetzer
"Bierdeckel" gibt's auch für Äpfelwein bzw. für Cider. Hier Beispiele aus Irland und Deutschland. Oben sieht man einen Apfelwein-Untersetzer für 'Coopers Cider', unten einen Apfelweindeckel für 'Äppelwoi Dauth-Schneider' aus Frankfurt.
Apfelwein und "Germania"
Werbung für rheinhessischen "Apfelwein vorzügl. Qualität" der Firma Heinr. Beisser, St. Johann bei Sprendlingen. - Zusammendruck mit 5-Pfennig-Germania-Briefmarke des Deutschen Reiches
Hier noch eine vergleichbare Werbung als Zusammendruck mit einer 10-Pfennig-Briefmarke des Königreichs Bayern aus dem Jahr 1911 (?).
Hier noch eine vergleichbare Werbung als Zusammendruck mit einer 10-Pfennig-Briefmarke des Königreichs Bayern aus dem Jahr 1911 (?).
LIT - Müller (1968)
H.P. MÜLLER
Frankforter Eppelwei-Bichelche
[Selbstverlag] | Frankfurt a.M. 1968
111 S. mit Abb.
2. Aufl..1968
3. Aufl. 1974
8. Aufl. (44.-46. Tsd.) 1985
|
Etiketten (diverse)
Drei Etiketten (wohl aus den 1950er Jahren) für Äpfelweine verschiedener Keltereien:
- J. Latscha, Frankfurt am Main
geg Weinkelterei, Landau/Pfalz
- Weinkelterei Johann Schreiber, Mannheim
- J. Latscha, Frankfurt am Main
geg Weinkelterei, Landau/Pfalz
- Weinkelterei Johann Schreiber, Mannheim
Etiketten - Rackles
Farbprächtiges Etiketten für "Echt Frankfurter Aepfelwein - Marke Export" von Adam Rackles, Hoflieferant in Frankfurt a.M. Die 1851 gegründete Firma wirbt auf diesem Etikett aus der Zeit um 1900 mit mehr als "75 höchste[n] Auszeichnungen" und der Ehre eines Hoflieferanten des Grossherzogs von Hessen und des Königs von Rumänien.
Hier ein leicht modifizierte Variante für "Echt Frankfurter Aepfelwein - Marke Speierling". Es fehlt das grossherzogliche Wappen, Schriftzug oben unf auch die Zeichnung des Apfelzweiges sind verändert.
Unten ein weiteres - wohl späteres - Etikett der gleichen Kelterei für "Frankfurter Aepfelwein. Marke Speierling" mit dem Hinweis "Vom Bezieher auf Flaschen gefüllt".
Hier ein leicht modifizierte Variante für "Echt Frankfurter Aepfelwein - Marke Speierling". Es fehlt das grossherzogliche Wappen, Schriftzug oben unf auch die Zeichnung des Apfelzweiges sind verändert.
Unten ein weiteres - wohl späteres - Etikett der gleichen Kelterei für "Frankfurter Aepfelwein. Marke Speierling" mit dem Hinweis "Vom Bezieher auf Flaschen gefüllt".
Cidre - Herstellung
Historische Apfelweinherstellung - ein alter französischer Kupferstich (um 1770, Format ca. 20,5 x 26 cm)
Begleittext zum Verkaufsangebot:
Begleittext zum Verkaufsangebot:
"Cidre ist die französische Bezeichnung für Apfelwein und wird im deutschen Sprachraum vor allem für die aus Frankreich stammenden moussierenden Apfelweine verwendet. Diese werden aus verschiedenen Apfelsorten vergoren. Ein ähnliches Getränk, das aus einem Gemisch aus Apfel- und Birnensaft vergoren wird, wird Poiré genannt. Das Duden-Fremdwörterbuch nennt auch das Wort Zider, das allerdings kaum verwendet wird.
Die ursprünglich französische Bezeichnung für das Getränk wird heute auch in Deutschland verwendet. Der Unterschied zum deutschen Apfelwein liegt in der Herstellungsweise. Im Französischen ist Cidre einfach der Begriff für Apfelwein, der hier besprochene Cidre wird unter anderem cidre normand (Cidre aus der Normandie) genannt.
Im Englischen wird das Getränk als Cider bezeichnet, im Spanischen als Sidra. In einigen Gebieten Deutschlands (wie im Saarland und im westlichen Rheinland-Pfalz) wird der Cidre auch als Viez bezeichnet.
In den USA bezeichnet Cider heute ein alkoholfreies Getränk auf der Basis von Apfelsaft, das ebenfalls durch einen Fermentationsprozess entsteht und dort sowohl naturtrüb als auch klar vertrieben wird.
Geschichte
Die ersten Berichte über die Verwendung des Saftes des Apfels stammen aus einer Zeit etwa 400 v. Chr. Der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtete von einem Stamm in Kleinasien, im Gebiet des heutigen Side, welcher offensichtlich das Auspressen von Äpfeln betrieb. Side, der heute beliebte türkischen Urlaubsort ist griechischen Ursprungs. Side bedeutet Granatapfel. Der Ort ist der griechischen Mythologie nach so benannt, weil Side, eine Tochter des Taurus, sich in einen Granatapfelbaum verwandelte, nachdem sie von einer in einen Baum verwandelten Nymphe in der Nähe des Flusses Manavgat verletzt wurde. Der von Herodot beschriebene Volksstamm ist zwar ausgestorben, aber die Herkunftsbezeichnung Side für das alkoholisierte Apfelsaftgetränk findet sich noch heute im Cidre (Frankreich), Cider (Großbritannien, Irland) oder Sidra (Spanien) wieder. Um 50 berichtete der römische Schreiber Plinius von Wein aus "Birnen und allen Sorten von Äpfeln". Im 1. Jahrhundert beschrieb ein Militärarzt die heilende Kraft von Obstwein.
Als Sydre kam er vermutlich im 6. Jahrhundert aus den Regionen an der Biskaya/Baskenland. Karl der Große, dessen Reich auch das heutige Frankreich umfasste, erließ die Anweisung "capitular de villis": "... dass jeder Richter unter seinem Personal auch jemanden haben solle, welcher unter anderem "berauschende Getränke" (Bier, Apfelwein etc.) bereiten könne. So wurde der Sydre in die Normandie und dann von den Normannen in weite Teile Europas exportiert. Erste ausdrückliche Erwähnungen der Rezeptur finden sich in Schriften des 13. Jahrhunderts. Mit der Einführung der Presse im 13. Jahrhundert nahm die bis dahin lokale Produktion zum Eigenbedarf größere Ausmaße an."
Kelterei Possmann - Reklamemarke
Auch von der bekannten Kelterei Possmann (damals: Fa. Possmann, Frankfurt Rödelheim - Niddagaustr. 6-8) sind Reklamemarken bekannt, wie das folgende Beispiel belegt.
Apfelweinschenken - Neu-Isenburg
Eine Postkarte aus den 1950er Jahren zeigt die Äpfelweinschenke (evtl. auch Kelterei) "Apfelwein-Föhl (Inh. Werner Stahl)" in Neu-Isenburg. Im Vordergrund typische Autos der späten 1950er Jahre.
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Apfelweinschenke,
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Apfelweinschenken - Bad Orb
Zwei Ansichtskarten der Bad Orber Äpfelweinschenke "Äppelwoi Müller", postalisch gelaufen um 1965. Die Karten zeigen ein typisches Gasthaus mit Innen- und Aussenansichten; die Innenwände sind mit Malereien und Sprüchen verziert. Das auf den Karten wiedergegebene Beispiel:
Und noch 'ne weitere Mehrbildansicht der Gaststätte
"Gut gelebt, selig gehimmelt -Eine weitere Ansichtspostkarte der gleichen Apfelweinschenke in Bad Orb:
Äppelwoi geschwabbelt,
daß es Geld net verschimmelt,
des Zeuch is g'sund, es vertreibt die Grille,
ma braucht ka Karlsbader Salz
unn ka Orber Pille."
Und noch 'ne weitere Mehrbildansicht der Gaststätte
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